In Kooperation mit der VHS Wiesbaden: Anders sehen – anders sein:
zum menschlichen Umgang mit Fremdheit

„Ach, wenn ich einen mehr in Euch gefunden hätte, dem es genügt ein Mensch zu sein“, sagt bekümmert Nathan der Weise dem Tempelherrn (II,6). Die Erfahrung zeigt, dass es in den seltensten Fällen genügt, im anderen, Fremden, allein den Menschen zu sehen. Vielmehr werden in den meisten Fällen bestimmte Merkmal des Gegenübers herangezogen, um ihn zur Projektionsfläche einer bestimmten Vorstellung der Andersartigkeit zu machen, sei sie idealisiert oder problematisierend. Der soziale Umgang mit Projektionen von Fremdheit und Vertrautheit, wie er in unterschiedlichen Gesellschaften und Epochen praktiziert wurde, soll Thema dieses Vortrags sein.
Vortragende: Ursula Stroux

